Albert Graefle (1807, Freiburg/Br. ? 1889 München), Portrait, junge Dame mit Korallenkette, Öl auf Leinwand, Signatur unten rechts "A. Graefle pt", Verso Stempel der Leinwandfabrik Schutzmann München, Bildmass 71 x 57 cm, Rahmenmass 94 x 79 cm, schöner Zustand, Maloberfläche gut erhalten, partiell Craquelé ersichtlich, prachtvoller Blattgoldrahmen (natürlich mit minimalen Bestossungen, Fehlstellen, Risschen, Fehlteilen) in bester Qualität von niemandem geringerem als Joseph Radspieler (1819, München ? 1904 München) analog Verso Etikett, dem Münchner Vergolder, Königlich Bayerischer Hoflieferant für Raumausstattungen.
Graefles herausragende Fährigkeiten führten im Jahr 1864 zur Beauftragung für die Anfertigung eines Porträts von Queen Victoria, der ehemaligen Königin des Vereinigten Königreichs. Als die Königin für ihr Porträt sass, schrieb sie in ihrem Journal über Graefle «such a clever painter and paints so fresh and cleanly. His likenesses are also very good».
Albert Graefle war ein deutscher Historien- und Porträtmaler. Um 1825 nahm Graefle ein Studium an der Universität Freiburg i.Br. auf. Er erhielt Zeichenunterricht durch den badischen Hofmaler Franz Joseph Zoll. Ab 1827 erfolgte ein Studium an der Kunstakademie in München, wo er ersten Kontakt zu seinem späteren Lehrer Franz Xaver Winterhalter hatte. Zwischen 1839 und 1848 war Graefle in Paris, wo er in das Atelier von Winterhalter als dessen Schüler und Gehilfe eintrat. Anschliessend Tätigkeit als Porträt- und Historienmaler, ab 1846 Teilnahme am Pariser Salon. 1852 siedelte er nach München über und war dort vor allem als Porträtmaler und als Leiter einer Kunstschule tätig.