JOHANN NEPOMUK OTT
(1804 München 1870)
Wilde Gebirgslandschaft mit Ziegen und Hirtin 1867
Öl auf Leinwand
Unten rechts monogrammiert und datiert:
Bildmass: 69 x 51.5 cm, Rahmenmass: 92 x 74 cm
Provenienz:
- Dobiaschofsky Auktionen, Bern, 12.05.2017, Los 394, Abbildung auf Seite 52 des Katalogs
- Schweizer Privatsammlung
Zustand:
Dieses einzigartige Ölbild befindet sich im sehr guten Zustand mit minimalen Spuren der Zeit. Der wunderbare Blattgoldrahmen hat natürlich altersbedingte Gebrauchsspuren (mit Bestossungen, Risschen, Abpatzer, Fehlteilen, Fehlstellen und Farbausbesserungen).
Über Johann Nepomuk Ott:
Johann Nepomuk Ott war ein bekannter deutscher Landschaftsmaler.
Er war der Sohn eines Geheimen Sekretärs und königlichen Rates. Schon früh zeigte sich Talent und er kam 1818 auf die Kunstakademie in München. Dort begegnete er der Antike und begeisterte sich für das Zeichnen von Figuren. Unter Wilhelm von Kobell erlernte er dann die Landschaftsmalerei, bei der er dann auch blieb. Für seine Naturstudien machte er zahlreiche Ausflüge in die Alpen. Er bekam ein königliches Reisestipendium, welches ihm in den Jahren 1833 und 1834 eine Studienreise nach Italien ermöglichte. Er wanderte über Nizza, Genua, Livorno und Florenz nach Rom, dann weiter nach Neapel und Sizilien. Er sammelte auf der Reise viel Material für Seestücke.
Details zum Gemälde:
Ein fantastisches Werk - das Gemälde zeigt eine majestätische Gebirgslandschaft in den Alpen mit schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund, die in nebeligen Wolken eingebettet sind. Im Vordergrund dominieren felsige Abhänge, grosse Felsbrocken und üppige Nadelbäume, die bis zu den Berghängen emporragen. Eine Hirtin in traditioneller Kleidung befindet sich inmitten der Szene. Sie wird von drei Ziegen begleitet, die auf den Felsen stehen. Etwas verborgen in der Baumreihe und den Felsen ist eine kleine Berghütte oder ein Chalet zu erkennen, das harmonisch in die Landschaft eingebettet ist. Die Komposition betont die Grösse und Erhabenheit der Natur im Vergleich zur kleinen menschlichen Figur. Ein Adler fliegt in der Ferne über die Szenerie, was das Gefühl von Freiheit und Wildnis verstärkt. Die Szene spiegelt die traditionelle Lebensweise in der alpinen Region wider, in der Mensch und Tier in Harmonie mit der Natur leben. Die Farben und Texturen sind fein ausgearbeitet, mit einem klaren Kontrast zwischen dem warmen Licht im Vordergrund und den kühlen, verschleierten Gipfeln im Hintergrund.