Der Himmel hat Unheil angekuendigt, und diesmal irrt er nicht. Der Nordwind erscheint.
Er wirkt wie eine lebendig gewordene Statue aus Alabaster, makellose, gemeisselte Zuege, schwarzes Haar, das das Licht verschlingt, zu einem kurzen Pferdeschwanz gebunden, und eisblaue Augen, kalt und durchdringend wie Gletschereis. Sein Mund ist von unnatuerlicher Schoenheit, so vollkommen, dass er beinahe verstoert. Er ist zugleich faszinierend und abstossend, das Schoenste und Widerwaertigste, das die Erzaehlerin je gesehen hat.
Die Atmosphaere ist gespannt wie ein Drahtseil. Waehrend sein Blick sie fixiert, greift sie instinktiv nach einem Messer, klammert sich an den Griff und ringt um Atem. Der sogenannte Frostkoenig strahlt Macht und Gefahr aus. Alles in ihr schwankt zwischen Anziehung und Abscheu, Bewunderung und Hass.