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Original Ölgemälde von Joseph Edward Duvanel (1941-1986)

3'000.-

13.05.2026
Antiquitäten & Kunst
Aargau
5712, Beinwil am See
Ein eher aussergewöhnliches Sujet, ein sehr 'magisch' wirkendes Gemälde vom 1986 verstorbenen Basler Künstler Joseph Edward Duvanel. Nicht der Pierrot ist als Sujet ungewöhnlich, sondern dass er sich inmitten einer Theatertruppe befindet.

Das Gemälde bestätigt auch Duvanels Tendenz zur impressionistischen französischen Malerei. Die Szenerie wirkt einerseits düster, durch die schweren, roten Samtvorhänge, der Bühnenbretter und der Dunkelheit der Bühne, etwas aufgehellt durch einen stylisiert dargestellten Hintergrund, der jedoch farbenfroh jäh durchbrochen wird, durch eine ausgelassen wirkende Truppe verschiedenster fröhlicher Figuren. Das Gemälde ist ein totaler Gegensatz zu vielen bekannten Sujets und Gemälden Duvanels und deshalb so faszinierend und einzigartig!

MASSE
Öl auf Leinwand
Rahmen 104 × 95 cm
Lichtmass 89 × 79 cm
Falzmass/Gemälde 90 × 80 cm
Unten rechts signiert (und evtl unleserlich datiert?) 'Duvanel'.

Das Gemälde befindet sich im wunderschönen schwarz/goldenen Originalrahmen (vom berühmten Basler Knöll Rahmenmacher) und ist in einem TOP-Zustand!
Verso auf Etikette betitelt mit 'Carneval avec Pierrot' und nochmals signiert.

INFOS

JOSEPH EDWARD DUVANEL
(* 21. Februar 1941 in Pratteln;
+ 20. Dezember 1986 in Basel) war ein Schweizer Maler, Zeichner, Grafiker, Illustrator und Pianist und Sohn eines Neuenburger Handelsmannes und einer Engländerin.

Er besuchte die Primarschule in Chaumont bei Neuenburg. Nach bestandener Matura besuchte er die Akademie der schönen Künste in Genf.

Von 1957 bis 1958 studierte er an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel, um 1960 Philosophie an den Universitäten Neuenburg und Basel. Als angehender Pianist hielt er sich zu Studienzwecken zwischen 1960 und 1974 in Budapest und Paris auf und brachte es bis zur Konzertreife.

Ab 1964 erhielt er verschiedene Kunststipendien.
Von 1967 bis 1974 studierte Duvanel an der 'Académie de la Grande Chaumière' in Paris. Die Themen seiner Bilder waren häufig aus dem Bereich der Märchen und Sagen, des Zirkus und Puppentheaters. Aber auch Stilleben, Landschaften sowie Akt- und Figurenbilder.

Duvanel stellte seine Werke regelmässig im In- und Ausland aus. Renommierte Auktionshäuser versteigern heute seine Kunst regelmässig erfolgreich. Die Museumsammlung der schönen Künste in Neuenburg umfasst mehrere seiner Werke.

Duvanel war von 1962 bis 1981 mit Adelheid Duvanel verheiratet und starb durch Suizid auf seinem Landgut im Elsass.

PIERROT
Der Pierrot ist eine männliche Bühnenfigur, die der Pantomime Jean-Gaspard Deburau in Paris seit 1816 unter anderem aus dem 'Pedrolino' bzw. dem 'Pagliaccio' der 'Commedia dell'arte' und dem 'Gilles' des Pariser Jahrmarkttheaters entwickelt hat. Die weibliche Form des Pierrots lautet Pierrette.

Figuren, die Pierrot genannt werden, gibt es im französischen Theater schon seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und entstammen ähnlichen Masken des italienischen Strassen- und Jahrmarkttheaters und der 'Commedia dell'arte' des 15. Jahrhunderts, die durch ihre Gruppen nach Frankreich gekommen sind. Sie sind, ähnlich wie 'Brighella', Rivalen von 'Arlecchino', dem späteren 'Harlekin'. Den älteren Pierrot als Intriganten und Spielverderber gab es auch noch im 19. Jahrhundert. Seine herrische, mitunter unsympathische Seite hat sich im Weissclown des Zirkus erhalten.

Deburaus Vorstellungen im 'Théâtre des Funambules' auf dem 'Boulevard du Temple' in Paris, und vor allem ihr Reflex in der Literatur der Zeit, machten seine Figur weltberühmt und zum modernen Inbegriff des Pierrot. Deburaus Pierrot war nicht mehr bösartig, sondern eher bemitleidenswert, überaus sympathisch und eignete sich für Liebhaberrollen. Er war bewusst naiv und melancholisch, weiss geschminkt und in weisse, wallende Gewänder gekleidet. Er war stumm, weil das Theater keine Lizenz für Sprechstücke hatte.
Preis CHF
3'000.-
PLZ
5712

René

Auf tutti.ch seit 01.10.2015

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