Ein ironisches, sarkastisches und sehr, sehr 'böses' Portrait eines Mannes der Geschichte, über den ich jetzt nicht zuviele Worte, wenn überhaupt, verlieren möchte.
Jeder kennt ihn, genauso das Accessoire, das er auf seinem Kopf trägt!
Es zeigt 'AH', als Karikatur seiner selbst, indem er diese Mickey Mouse Ohren trägt, im Hintergrund der Eiffelturm in Paris.
Er wäre heutzutage bestimmt eine sehr gruselige 'Attraktion' in schauerlichen Halloween-Kulissen im Eurodisney. Dass es damals, als dieser 'Monsieur' meinte, er könne und dürfe Paris besetzen, ja bekanntermassen noch nicht gab!
Das Kunstwerk stammt vom bekannten österreichischen Künstler Nikolaus Pessler, genannt 'Pessi', geb. 1965.
Sein sehr expressionistischer und genialer Stil erinnert an die berühmtesten Expressionisten, von Ernst Ludwig, Kirchner, über Heckel, Pechstein, Oskar Kokoschka, Chaim Soutine usw. bis hin zu den Neo-Expressionisten und Streetart-Künstlern unserer Zeit.
Aber das Tüpfelchen auf dem 'i' ist sein rabenschwarzer Humor! Ihn zu erklären bedarf keiner Worte!
MASSE
Acryl auf Leinwand
80 × 100 × 1,5 cm
Unten rechts signiert und datiert 'Pessi 96'
Das Gemälde befindet sich in einem absoluten TOP-Zustand, einzig ein kleines, völlig unsichtbares 'Risslein' könnte als Mini-Mini-Makel bezeichnet werden.
Ein Streetart-, Expressionisten-Kunstwerk für 'anders denkende, mutige, offene und humorvolle Persönlichkeiten mit einem Sinn für den 'Schwarzen Humor', 'Monty Python'-like'! Smile...
Kein Versand, nur pers. Abholung möglich!
INFOS
NIKOLAUS PESSLER ('Pessi'), Jg. 1965, besuchte die Grafische in Graz und anschliessend die Höhere Grafische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Seitdem ist er als selbstständiger Grafiker in Graz tätig. Er ist Mitglied der Grazer Sezession und präsentiert dort manchmal ein, zwei Bilder bei Gemeinschaftsausstellungen. Was viel zu wenig ist, denn längst wäre eine große Personale fällig, wo einmal die ganze Wucht seines Euvres sichtbar wird. Aber Pessler redet wenig, steht meist Abseits und macht überhaupt kein Aufsehen von sich, was hemdsärmeliger Ausbreitung im Kulturbetrieb naturgemäss nicht entgegenkommt. Lassen wir uns aber nicht täuschen von Pesslers Themen. Was als Sujet nämlich sofort kompakt vorm Betrachter steht, das offenbart erst bei näherem Hinschauen das ausserordentliche Talent des malerischen Vortrags.
Es gibt kaum einen Maler, bei dessen Menschenbildern einem sofort klar ist: Ein Mensch ist einer, der sich der Welt entgegenstellt. Und es ist keine angenehme Welt, in der sich Pesslers Figuren behaupten müssen; ja es scheint sich bei diesen Schauplätzen, wenn schon nicht um die Hölle, so doch um die bösartige Essenz dieser Welt zu handeln.
Kaum ein Massenmörder, der da nicht auftaucht, und kein Tatort, der da ausgespart bleibt. Ein brutaler Spin-off der Weltgeschichte, der bis in die Zeiten von Dschingis Khan zurückreicht. In diesen Bildern verclustern sich Geschichte, Politik, Krieg, Unterhaltungsindustrie und Kunstmarkt zu exemplarisch verdichteten Szenarien aus Malerei und Zeichentrick. Da sieht man Charles Darwin neben dem ausgeleierten Zivilisations- und Kulturfurnier der männlichen Feinripp-Unterhose, ebenso auch Adolf Hitler, dessen HJ-Buben durch Dutzendlingsklone des naiven, knallroten Seesterns Patrick aus der Serie 'Sponge Bob' ersetzt wurden.
Pessler bevorzugt meist den radikalen Hell-Dunkel-Kontrast und bietet so dem Auge des Betrachters wenig Wellnessprogramm, denn Farbe ist in diesen Bildern seltener notwendig und wird durch ihren sparsamen Einsatz auch immer tatsächlich wirksamer Bedeutungsträger.
Ironie, Sarkasmus, ja Boshaftigkeit scheinen Pesslers erste Reaktionsformen auf die Realität zu sein, und höllischen Spass scheint es ihm zu bereiten, für prominente Gesichtszüge immer wieder neue Weichen zu stellen und Entgleisungen vorzunehmen.
Erwin Michenthaler