Ein originelles, sehr farbfrisches, hochwertiges Aquarell-Kunstwerk aus Frankreich, aus der Zeit um die Jahrhundertwende, zw. 1900 bis 1920.
Obwohl das Kunstwerk sehr schwungvoll und wunderschön signiert ist, konnte ich (bisher) leider nichts zum Künstler rausfinden.
Falls jemand etwas weiss, um wenn es sich beim Maler/der Malerin handeln könnte, wäre ich natürlich für jede Infos sehr dankbar.
Es zeigt eine junge, sehr gut gekleidete Frau, in der Mode der damaligen Zeit.
Vermutlich ging man um 1900 in Paris so gewandet am Sonntag zum flanieren auf die Champs-Élysées oder in den Bois de Boulogne (damals noch der 'It-place-to-be', im Gegensatz zu heute)!
Das spezielle an diesem Kunstwerk ist jedoch, dass die hübsche Frau, vermutlich Abends eine der hochangesehenen Cancan-Tänzerin im Moulin Rouge, ihre Tanz-Kunst in ihrem Ausgangs- oder Tageskleid zeigt!? Sehr, sehr originell und aussergewöhnlich, wie ich finde?!
Ein wunderschönes Kleinod, sehr dekorativ und professionell gerahmt in einem feinen, edlen Künstlerrahmen der berühmten Basler Bilderrahmen-Dynastie Knöll!
Für Modedesign-Liebhaberinnen, Tanz-Begeisterte, Belle Époque- und Kuriositätenfans.
MASSE
Aquarell auf Zeichenpapier,
vermutlich zw. 1900 bis 1920
Grün/goldener Knöll-Rahmen im Vintagezustand
23,7 × 43,3 × 1,6 cm
Lichtmass 19,7 × 39,3 cm
Falzmass 21 × 40,8 cm
U. li. signiert. Leider konnte ich die Unterschrift (noch) nicht entziffern und zuordnen.
Das Bild kann sehr gerne versandt (plus 20.-) oder natürlich auch persönlich übergeben werden.
INFOS
Der CANCAN ist ein schneller französischer Tanz im 2/4-Takt, der um das Jahr 1830 in Paris entstand.
Im Moulin Rouge gehört der Cancan bis heute zu den Attraktionen.
Die berühmteste Musik zum Tanz schuf Jacques Offenbach in seiner Operette 'Orpheus in der Unterwelt' (franz. 'Orphée aux Enfers'), die am 21. Oktober 1858 Premiere im 'Théâtre des Bouffes-Parisiens' feierte. Die zweiaktige Operette war sehr erfolgreich und machte Offenbach in ganz Europa populär. Das bekannteste Musikstück hierin ist der auch heute noch häufig gespielte sogenannte 'Höllen-Cancan' (im Original franz. 'Galop infernal') im zweiten Akt.
Der Ursprung des Namens ist umstritten. Die verbreitetste und plausibelste Erklärung ist die Herleitung von 'cancan', der kindlichen Umformung des französischen Wortes 'canard' (Ente) - eine Anspielung auf den ausgeprägten Hüftschwung der Cancan-Tänzerinnen. Nach einer anderen Version soll er sich von dem alten französischen Wort 'caquehan' (Tumult) herleiten.
Der Cancan war zunächst ein volkstümlicher, 'exzentrischer und aufsehenerregender' Gesellschaftstanz, der vor allem in den sogenannten Café-concerts getanzt wurde. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wandelte er sich zu einem Bühnenschautanz, der nur noch in Varietés, Cabarets, Music Halls und Revuetheatern aufgeführt wurde. Weil man den Tänzerinnen bei den typischen hohen Beinwürfen und Spagatsprüngen unter die Röcke schauen konnte, wurde der Cancan bald polizeilich verboten, was seiner Beliebtheit aber keinen Abbruch tat. Im Gegenteil!
Als Tänzerinnen waren beispielsweise La Goulue, Saharet oder Nini Patte-en-l?air (1884-1930) berühmt; der bekannteste Tänzer war Valentin le Désossé. 'La Goulue' konnte sich fünf Jahre lang als Publikumsliebling des Moulin Rouge behaupten, bis sie sich als selbstständige Raubtier-Dompteurin(!) vom Cabaret trennte und Jane Avril zum neuen Star des Cancan wurde. Jane Avril wurde auch auf vielen berühmten Gemälden und Konzert-Plakaten von Henri de Toulouse-Lautrec verewigt.