Es ist mir eine ausserordentliche Freude, euch einen äusserst raren, fast musealen Jugendstil-Kronleuchter des berühmten Wiener Designers und Künstlers Koloman Moser anbieten zu können.
Er entstammt seiner Serie 'Meteor', die er 1899 präsentierte.
Die 'Meteor' Serie hatte das kunstvoll geblasene, nach innen gewölbte Glas zur Grundlage. Dieses Glas entstand nach seinen Entwürfen und Ideen.
Das spezielle am Kolo Moser Kronleuchter sind natürlich die 4 opalisierenden Glaskugeln, die durch die vielen, unterschiedlich grossen 'Bubbles', einen äusserst überraschenden Effekt erzeugen. Die normalen(!) Glühbirnen erscheinen komplett deformiert, man wähnt sich in einem psychadelischen 'Rausch' oder durch Absinth hervorgerufene 'Tagträume'!?! Smile...
Im nicht beleuchteten Zustand wirken die Glaskugeln wie Opale oder Mondsteine!
Man 'spührt' förmlich die Geschichte hinter diesem musealen Kronleuchter, wähnt sich zurückversetzt ins 'alte' Wien, in die prunkvollen und weltberühmten Kaffeehäuser Wiens!
MASSE
Kolomon Moser Kronleuchter
aus der 'METEOR' Serie
Wien, 1899/1900
Ø ca. 40 cm
Ø der Glaskugeln ca. 14 cm
Glasdicke 3 mm
Höhe 51 cm (kann mit einer Kette problemlos auf jede gewünschte Höhe angepasst werden)
Der Kronleuchter befindet sich in einem absolut fantastischen Originalzustand, inkl. der originalen Porzellanfassungen, neu verkabelt und aufhängefertig!
Infolge der Seltenheit und Fragilität kein Versand, nur persönliche Abholung!
INFO
Kolo (Koloman) Moser, * 30. März 1868 Wien, + 18. Oktober 1918 Wien
Koloman Moser gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Wiener Jugendstils.
Er wuchs am Wiener Theresianum auf, wo sein Vater als Verwalter tätig war. Gemäss dem Wunsch der Eltern wurde er zum Kaufmann ausgebildet, besuchte jedoch ohne deren Wissen Zeichenkurse. Er studierte danach an der Akademie der Bildenden Künste und an der Kunstgewerbeschule des 'Museum für Kunst und Industrie' in Wien.
Nach Abschluss des Studiums begann die fruchtbare Zusammenarbeit mit Architekten und Künstlern wie Josef Maria Olbrich, Josef Hoffmann und Gustav Klimt.
1897 gehörte Koloman Moser zu den Mitbegründern der 'Wiener Secession'. Die Vignette für den Briefkopf der Vereinigung geht auf seinen Entwurf zurück. Zudem entwarf er den Fassadenschmuck des Secessionsgebäudes in Form stilisierter Eulen, Bäume und den Fries der Kranzträgerinnen sowie das figurale Glasfenster in der Eingangshalle.
1903 Mitbegründer der 'Wiener Werkstätte', zusammen mit Josef Hoffmann und Fritz Wärndorfer.
Moser entwarf unzählige kunstgewerbliche Gegenstände (Glas-, Porzellan- und Metallarbeiten), Möbel und ganze Innenraumgestaltungen, Mode, Bühnenbilder, Kostüme, Stoffe, Glasfenster, Glasmosaike und Schmuck.
Grafisch arbeitete Moser an Plakaten, Buchillustrationen, Bucheinbänden, Briefmarken, Banknoten und lieferte Beiträge für die von der 'Wiener Secession' herausgegebene Zeitschrift 'Ver Sacrum'. Ausserdem entwarf Moser den Hochaltar und die Glasfenster für die von Otto Wagner erbaute Kirche Am Steinhof (1904/1905).
Neben dem Kunstgewerbe widmete sich Kolo Moser der Malerei, wobei seine zunächst von den Impressionisten geprägte Malerei in seinen späteren Schaffensjahren ganz unter dem Eindruck Ferdinand Hodlers stand.
Ab 1899 Lehrer, ab 1900 Professor an der Wiener Kunstgewerbeschule, gehörte Moser zu den bedeutendsten Vertretern der Kunst der Ersten Wiener Moderne. Die Wiener Werkstätte und ihre Vertreter entwickelten die Idee des Gesamtkunstwerks weiter, die Trennung zwischen Gebrauchskunst und den Künsten sollte aufgelöst werden. Es ging Moser um die Einheit aller Kunstbereiche und darum, die Kunst in den Alltag zu integrieren. Wichtig war ihm zudem die Rückbesinnung auf qualitätvolles Handwerk.
Seine künstlerischen Arbeiten in den drei Bereichen Malerei, Grafik und Design sind in vielen bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.