Das waren noch Zeiten... Das Schweizer Magazin "FRAU" aus dem Jahr 1980 bringt Sie zurück in eine "bessere" Welt. Trotzdem sorgte Vieles aber auch schon damals für Aufregung und Diskussionen, die uns noch heute beschäftigen. Zum Beispiel die Titelgeschichte "Datenschutz - erfasst, registriert, entmündigt". Oder "Liebe - jung gefreit nie bereut". Oder "Wohnen - Tu jedes Ding an seinen Ort". Oder: Exklusiv "Leben im Frauenkloster". Blicken Sie noch einmal mit einem Schmunzeln zurück.
Aus Nichtraucherhaushalt.
Leichte Papierverfärbung ist altersbedingt.
Schweizer Magazin "FRAU"
Ausgabe vom 1. September 1980
100 Seiten.
Format 23 x 34 cm.
Zahlreiche farbige und s/w Abbildungen.
Verkaufspreis NUR CHF 9.00
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Der Kaufmann und Verleger Paul Feissli suchte Anfang der vierziger Jahre eine «intelligente, initiative Frau, die ihm das Zusammenstellen eines Lehr- und Nachschlagewerks für junge Töchter im heiratsfähigen Alter, das er in Heftform verkaufte, besorgen sollte».Die junge Churer Primarlehrerin Anni Thöny, eben aus Graubünden nach Zürich gekommen, um hier ihren Beruf auszuüben, sagte zu. Es entstand das Hauswirtschaftliche Lehr- und Nachschlagewerk "Die Frau".
Später wurde das Nachschlagewerk in eine moderne Frauenzeitschrift umgewandelt. Er bot Thöny die Leitung an, und sie nahm das Angebot an. 1947 erschien die erste Nummer unter dem Titel "FRAU" in einer Auflage von 8'000 Exemplaren (1968: 75000 Ex.). Ende 1980 wurde die Zeitschrift eingestellt und in die Annabelle/Elle und die femina integriert
Redaktionelle Mitarbeiter waren die Köchin Agnes Amberg, die spätere TV-Moderatorin Annet Gosztonyi, die langjährige Chefredaktorin Anni Thöny, die Schriftstellerin und spätere SP-Nationalrätin Doris Morf, die stellvertretende Chefredaktorin Eliane Meyer, die Kabarettistin Elsie Attenhofer, die Malerin Hanny Fries, die Schriftstellerin Hedi Wyss, die spätere Co-Chefredaktorin Iris Ziltener, die Juristin Liliane Decurtins und die Köchin Marianne Kaltenbach.
Thönys Anliegen war es, «Frauen zur Entwicklung einer selbständigen, unabhängigen Persönlichkeit anzuregen, nicht zu kämpferischen "Emanzen", sondern zur eigenständigen Partnerin des Mannes».