Wer vor einem klassischen Mini steht, kann sich kaum vorstellen, wie viel Fahrspass auf so wenig Fläche Platz finden kann. Dieses Exemplar aus dem Jahr 1980 zeigt eindrucksvoll, weshalb der kleine Brite bis heute Kultstatus geniesst – insbesondere dann, wenn er von Menschen verfeinert wurde, die wissen, was sie tun.
Die Karosserie wurde vollständig abgeschliffen und mit einem neuen Boden versehen. Anschliessend erhielt der Mini einen mattschwarzen 2K-Strukturlack, der perfekt zum Charakter des Fahrzeugs passt. Ganz klar Geschmackssache, aber dafür ist der Lack extrem robust. Nicht geschniegelt, nicht auf Show getrimmt, sondern ehrlich, technisch und ein wenig rebellisch.
Unter der kleinen Haube steckt deutlich mehr als ein gewöhnlicher Mini-Motor. Der neu aufgebaute Antrieb wurde auf 1180 ccm vergrössert und mit Flat-Top-Kolben, einem Renn-Zylinderkopf sowie einer Touren-Nockenwelle von Calver ausgestattet. Ergänzt wird das Paket durch eine elektronische Zündung, eine Duplex-Steuerkette und zahlreiche weitere Optimierungen.
Passend dazu erhielt das neue Getriebe eine Rennkupplung sowie ein leichteres Schwungrad. Das Resultat ist ein direkter, lebendiger und drehfreudiger Antrieb, der perfekt zur Leichtbauphilosophie des Mini passt. Für die nötige Temperaturstabilität sorgt ein Fletcher Hi Flow Kühler mit angepassten Leitungen und passendem Lüfter.
Die Kraft gelangt über neuwertige Abarth Cromodora Felgen und frische Semislicks auf die Strasse. Schon dieser Satz verrät die Absicht hinter dem Fahrzeug: Dieser Mini wurde nicht gebaut, um möglichst original zu sein. Er wurde gebaut, um gefahren zu werden und um dabei möglichst viel Fahrspass zu generieren.
Auch im Innenraum setzt sich dieser Gedanke fort. Neue Verkleidungen, Teppiche und zahlreiche überarbeitete Komponenten sorgen für einen gepflegten Eindruck. Die serienmässigen Sitze mussten dabei Opel GTE Sportsitzen weichen, die deutlich mehr Seitenhalt bieten und perfekt zum sportlichen Charakter des Fahrzeugs passen.
Das Ergebnis ist ein Mini, der sich fährt wie ein übergrosses Go-Kart. Direkt, leichtfüssig und ständig bereit, seinem Fahrer ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern.
Die Karosserie wurde abgeschliffen und ein neuer Boden wurde eingeschweisst. Zum Abschluss wurde der Mini mit einem matten, schwarzen 2K-Strukturlack lackiert.
Mehr Daten und Bilder findest Du unter:
4K-Video inklusive Sound zum Fahrzeug findest Du unter folgendem YouTube-Link:
200 km seit Restauration
- 1. Inv. 01.01.1980
- Veteranen-MFK
- 1'180 ccm R4-Motor
- 80 PS
- Typenschein 053313
- Stammnummer 086.164.048
- Chassis XC2 S1N 113 0018 B
- Leergewicht 640 kg
- Zuladung 313 kg
Modellgeschichte:
Der klassische Mini zählt zu den bedeutendsten Automobilen des 20. Jahrhunderts. Als Sir Alec Issigonis Ende der 1950er-Jahre den Auftrag erhielt, ein möglichst kompaktes und sparsames Fahrzeug zu entwickeln, ahnte vermutlich niemand, dass daraus eine der grössten Automobilikonen aller Zeiten entstehen würde.
Der Mini revolutionierte den Kleinwagenbau mit seinem quer eingebauten Motor, Frontantrieb und der extrem effizienten Raumausnutzung. Auf minimaler Grundfläche entstand ein Fahrzeug, das erstaunlich viel Platz bot und gleichzeitig Fahreigenschaften besass, die weit über seine Fahrzeugklasse hinausgingen.
Schnell bemerkten nicht nur Alltagsfahrer die Qualitäten des kleinen Briten. Auch die Motorsportlegende John Cooper erkannte das Potenzial und entwickelte daraus die berühmten Mini Cooper Modelle. Was ursprünglich als praktischer Kleinwagen gedacht war, wurde plötzlich zu einer ernstzunehmenden Waffe auf Rallyepisten und Rundstrecken.
Besonders bekannt wurde der Mini durch seine Siege bei der Rallye Monte Carlo in den 1960er-Jahren. Dort gelang es dem kleinen Fronttriebler wiederholt, deutlich stärkere und leistungsfähigere Konkurrenz hinter sich zu lassen. Nicht wegen roher Kraft, sondern wegen seines geringen Gewichts, seiner Agilität und seines auss...