Gustav Lübbe Verlag mit 285 Seiten
In diesem Buch werden ausführliche Gespräche mit dem Dalai Lama wiedergegeben. Die privaten Treffen mit dem Dalai Lama in Arizona und Indien, welche die Grundlage dieser Arbeit bilden, waren von der ausdrücklichen Absicht gekennzeichnet, an einem Projekt zusammenzuarbeiten, das seine Auffassungen über die Führung eines glücklicheren Lebens darlegt, es wird ergänzt durch meine eigenen Betrachtungen und Kommentare aus der Sicht eines westlichen Psychiaters.
Der Dalai Lama erlaubte mir großzügigerweise, eine meiner Meinung nach passende Form zu wählen, um seine Ideen zu vermitteln. Ich hielt die Erzählform der folgenden Seiten für die lesbarste und gleichzeitig geeignetste, um deutlich zu machen, wie der Dalai Lama seine Vorstellungen in sein Alltagsleben inte-griert. Mit seiner Zustimmung habe ich dieses Buch deshalb in einzelne Themenbereiche gegliedert und mich entschlossen, gelegentlich Material aus verschiedenen Gesprächen miteinander zu verbinden. Ebenfalls mit Erlaubnis des Dalai Lama fügte ich dort, wo es mir für die Klarheit und Verständlichkeit zweckdienlich erschien, Material aus seinen öffentlichen Vorträgen in Arizona ein. Der Dolmetscher des Dalai Lama, Dr. Thupten Jinpa, begutachtete freundlicherweise das fertige Manuskript, um sicherzustellen, daß keine unbewußten Verzerrungen der Ansichten Seiner Heiligkeit auftraten.
Eine Reihe von Fallbeispielen und persönlichen Anekdoten streue ich ein, um die diskutierten Ideen zu veranschaulichen.
Die Frage nach dem Glück:
komplexen Definitionen und einleuchtenden Diagrammen beizukommen.
Alle diese Versuche sind aber letztendlich gescheitert. Denn das Glück ist eine überaus flüchtige Angelegenheit, ist weg. kaum daß man diesen Zustand erreicht hat.
Spatestens seit den Menschen in den hochindustrialisierten Ländern des Westens trotz allen Überflusses klar wurde, dais Glück ienseits von materiellem Wohlstand Luxus und einem sorgenfreien Leben liegt. setzte eine verstärkte Hinwendung zu fernöstlichen Weisheit lehren ein - darunter auch zum Buddhismus Natürlich hebt das in erster Linie an der charismatischen Persönlichkeit des XIV. Dalai Lama.
Die buddhistische Auffassung vom Glück unterscheidet sich allerdings fundamental von der des Westens. Denn dort wird der einmal in Gang gesetzte Prozess des Wachsens und Reifens, des aktiven Arbeitens am Glück als ein lebenslanger gesehen, der durch »billige« Rezepte nicht beschleunigt werden kann. Jeder ist seines Glückes Schmied und kann viel für seinen individuellen Glückszustand tun, doch dieser Weg ist, darauf weist der Dalai Lama in seiner überzeugenden Art immer wieder hin voller Mühsal und Rückschläge. Das setzt in unserer leistungs- und ergebnis-orientierten Gesellschaft ein grundsätzliches Umdenken voraus.
Buddhismus zum Glück in Regeln gekleidet, die für den Westler verständlicher sind als die reine buddhistische Lehre.
Viele übersehen nämlich nur allzu leicht, daß beide Kulturkreise trotz aller Globalisierungstendenzen zu unterschiedlich sind, um eins zu eins transferiert zu werden, Das heißt, der Dalai Lama und Howard C. Cutler »übersetzen« die buddhistische Lehre in den Kontext unserer Lebenswelt. In fünf Hauptkapiteln geht es um grundlegende Aspekte der menschlichen Natur und Psyche, wobei die Unterschiede beider Positionen deutlich herausgearbeitet werden.
Herausgekommen ist dabei ein anspruchsvoller spiritueller Ratgeber, dessen Kernsatz lautet: Jeder Mensch hat ein Recht auf Glück. doch muß er bereit sein, ein Leben lang etwas dafür zu tun. Nach der Besetzung Tibets durch die Chinesen floh er 1959 nach Indien, wo er seitdem mit vielen seiner Landsleute im Exil lebt. Sein unermüdlicher Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Verständigung wurde 1989 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Im Gustav Lübbe Verlag ist die Autobiographie des Dalai Lama unter dem Titel Das Buch der Freiheit erschienen.
Kann gerne gegen Aufpreis per Post versendet werden.