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Blasenschnecken
Familie Physidae oft der Gattung Physella oder Physa zugeordnet sind kleine, nützliche Süßwasserschnecken, die häufig in Aquarien vorkommen. Sie gelten als effektive Algenfresser und Gesundheitspolizei, können sich aber bei zu viel Nahrung schnell vermehren.
Merkmale und Verhalten
Aussehen
Sie sind relativ klein, ca. 1 cm groß, und haben ein linksgewundenes, dünnes, oft durchscheinendes Gehäuse.
Lebensraum
Ursprünglich auf der Nordhalbkugel beheimatet, sind sie heute weltweit verbreitet. Sie bevorzugen Süßwasserumgebungen wie Teiche, Seen und Aquarien.
Temperatur
Optimalbereich
24 bis 28 °C für optimales Wohlbefinden und Vermehrung.
Toleranzbereich: min 4 °C bis max 33 °C; sie sind sehr anpassungsfähig.
Bei höheren Temperaturen (25-28 °C) vermehren sie sich oft schneller.
Winterhärte
Die Tiere können in ausreichend tiefen Gartenteichen in der Regel problemlos überwintern.
Ernährung
Blasenschnecken sind Allesfresser. Sie ernähren sich hauptsächlich von Algenaufwuchs, Biofilmen, Futterresten, abgestorbenen Pflanzenteilen und Mulm. Gesunde, lebende Pflanzen werden in der Regel nicht gefressen.
Vermehrung
Sie sind Zwitter und können sich selbst befruchten. Dies bedeutet, dass bereits eine einzige Schnecke ausreicht, um eine Population zu gründen, weshalb sie oft als blinde Passagiere mit Wasserpflanzen ins Aquarium gelangen.
Blasenschnecken im Aquarium
Blasenschnecken sind generell nützliche Helfer im Aquarium, da sie zur Reinigung beitragen und helfen, das ökologische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.
Vorteile
Fressen Algen und Futterreste, die sonst das Wasser belasten würden.
Helfen, abgestorbene Pflanzenteile zu zersetzen.
Ihre Ausscheidungen fördern den Aufbau nützlicher Filterbakterien.
Schneckenplage
Eine Massenvermehrung von Blasenschnecken wird oft als Plage wahrgenommen, ist aber meist ein Indikator für ein Überangebot an Nahrung im Becken. Die Population passt sich der verfügbaren Futtermenge an. Um die Anzahl zu reduzieren, sollte man die Fütterung der Fische anpassen und abgestorbene Pflanzenreste regelmäßig entfernen.
Bekämpfung
Chemische Mittel sind selten nötig. Natürliche Fressfeinde wie bestimmte Zwergbuntbarsche, Kugelfische oder Raubschnecken Anentome helena können die Population dezimieren.
Halter solcher Tiere nutzen Blasenschnecken gern auch bewusst als Lebendfutter.
Zusammenfassend sind Blasenschnecken ein natürlicher und wichtiger Bestandteil eines gesunden Aquarienökosystems, solange die Nahrungsversorgung kontrolliert wird.