Ein wunderschöner (obwohl oder gerade weil er so schlicht ist), sehr seltener französischer Original Art Nouveau / Jugendstil Holzrahmen.
Er wurde vermutlich ausschliesslich für Lithographien, Holzschnitte, Kupfer-Stiche und Kunstwerke auf Papier verwendet, da die Falztiefe mit 0,8cm eher tief und nicht wirklich für Gemälde auf Leinwand (mit meist dickeren Keilrahmen) geeignet ist.
Auf Foto 5 sehen Sie ein Beispiel eines passenden Bildes für diesen seltenen Rahmen.
Masse
Rahmen: 72 × 62,5 cm
Falzmass: 57,7 × 48,7 cm
Lichtmass: 56,3 × 47 cm
Der Rahmen darf selbstverständlich jederzeit besichtigt werden. Persönliche Abholung bevorzugt, Versand jedoch möglich (plus 30.-)
JUGENDSTIL
Der Jugendstil oder Art nouveau ist eine kunstgeschichtliche Epoche an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Dem Jugendstil zuzuordnende Strömungen sind der 'Reformstil' (nach der Reformbewegung), der 'Secessionsstil' (nach der Wiener Secession), 'Modernisme' (bezogen auf Katalonien), in Russland 'Modern', tschechisch 'Secese', slowakisch 'Secesia', polnisch 'Secesja', ungarisch 'Szecesszió'.
Neben dem im Französischen, Englischen und Italienischen dominierenden Ausdruck 'Art nouveau' wird im Englischen auch 'Modern Style' und im Italienischen 'Stile Floreale' oder 'Liberty' verwendet. Zeitlich gehört der Jugendstil zum 'Fin de Siècle'.
Der Ausdruck 'Jugendstil' geht zurück auf die von Georg Hirth Ende 1895 in München gegründete illustrierte Kulturzeitschrift 'Jugend' und ist zu verstehen als eine Gegenbewegung junger Künstler und Kunsthandwerker zum rückwärtsgewandten Historismus, aber auch zur als seelenlos verstandenen Industrialisierung. Der Blick richtet sich auf neue Materialien, wie Beton oder Eisen, und neue Baumethoden. Der Begriff ist nur im deutschsprachigen Raum, den Niederlanden, Ungarn, den nordischen Ländern und in Lettland in Gebrauch.
Von Jugendstil war erstmals im Jahr 1897 bei der Sächsisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung Leipzig 1897 die Rede.
Hierfür gestaltete Paul Möbius den aussergewöhnlichen Ausstellungspavillon Nietzschmann-Wommer; der Pavillon wurde beschrieben als vom Hergebrachten stark abweichend mit gewagt humoristisch-phantastischen Motiven, die einen gewissen Schwung entwickeln.
Anfangs waren die Ausdrücke 'Jugendstil' und 'Secessionsstil' in den einschlägigen Zeitschriften (Dekorative Kunst) ein kritisches Etikett für die modische Popularisierung der neuen Formen durch die Industrie, die mit ihrer 'billigen' kunstgewerblichen Massenproduktion einzelne Werke von Künstlern wie Henry van de Velde nachahmte.