Nachdem vor neun Jahren mit «Microcosmos» das Volk der Gläser seinen Einzug ins Kino gehalten hat, ihm vor drei Jahren mit «Le peuple migrateur» die Zugvögel gefolgt sind, gilt es nun mit «Deep Blue», die Bewohner der Meere kennen zu lernen.
Der BBC-Dokumentarfilm bietet ein Dreifaches, was Lehrerinnen und Lehrer etwas bedeuten dürfte. Er lehrt uns staunen, macht neugierig und motiviert zum Handeln.
Vom Polareis bis zu 5000 Meter unter den Meeresspiegel haben zwanzig Kamerateams weltweit über 7000 Stunden Filmmaterial zusammengetragen. Während fünf Jahren Dreharbeiten wurden sogar bisher völlig unbekannte Tierarten entdeckt: eine riesige Quallenart und ein Octopus. Die Regisseure Alastair Fothergill und Andy Byatt zeigen in «Deep Blue» während 90 Minuten auf der Leinwand, was wir bisher noch nie gesehen haben. Eine rennende Armee blauer Soldatenkrabben, einen farbigen Korallengarten voll bunter Rifffische, eine Eisbärin, die ihrem Jungen das Jagen beibringt, Thunfische und Delphine, die einen riesigen Schwarm dicht zusammengedrängter Fischchen, vertilgen. Usw. usf. Wir erleben im schönsten Sinn als Unterhaltung, als «Unterhalt für die Seele», eine faszinierende Farb- und Formensymphonie, fast ohne Kommentar, gerade so viel, dass man den Film versteht.