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Mittelalterlicher Schädel, von Museum rest. und konserv.

1'600.-

22.09.2026
Antiquitäten & Kunst
Aargau
5712, Beinwil am See
'1 Schädel, Restaurierung und Konservierung

P.S. Es handelt sich hier um einen sehr schönen, sicher mittelalterlichen Schädel. Geschlecht eindeutig männlich; Alter ca. 25 - 30 Jahre.
Der Glanz stammt vom Konservierungsmittel; sofern erwünscht, kann ich ihn entfernen.
Mit freundlichen Grüssen
....'

Das ist der Text eines (mir vorliegenden!) Original Schreibens, das im September 1973 vom Naturhistorischen Museum Basel (Abteilung: Anthropologie) an einen Sammler gesandt wurde, zusammen mit dem restaurierten und konservierten Schädel.

Ein Stück Mittelalter und ganz sicher heute nicht mehr zu kriegen!!!

Für Fans des Mittelalters, Hamlet ('Sein oder Nicht Sein...'), des etwas morbiden Grusels und Betreiber von 'Wunderkammern' ein 'MUSS'! Oder als etwas 'andere' Dekoration in einem Tattoo-Studio, einem uralten Herrenhaus oder schlossähnlichen Anwesen.

So oder so ist das etwas ganz, ganz besonderes und durch die verbriefte Datierung, Spezifizierung und den Originalbrief des Naturhistorischen Museums Basel, etwas fast museales!

Der Schädel gehört für mich unbedingt an einen würdigen Ehrenplatz und in eine Vitrine!

Er kann sehr gerne versandt oder auch gerne persönlich geprüft, angeschaut werden.

INFO

Die Wunderkammern, Kunstkammern, Kunstkabinette der Spätrenaissance und des Barock gingen aus den früheren Raritäten- oder Kuriositätenkabinetten (Panoptika) hervor und bezeichnen ein Sammlungskonzept aus der Frühphase der Museumsgeschichte, das Objekte in ihrer unterschiedlichen Herkunft und Bestimmung gemeinsam präsentierte. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden die Kunst- und Wunderkammern von den heute üblichen, spezialisierten Museen, besonders den Naturkundesammlungen mit ihrem wissenschaftlichen Anspruch, abgelöst bzw. gingen zum Teil in diesen auf.

Die Sammlungen bezweckten, den universalen Zusammenhang aller Dinge darzustellen, mit dem Ziel, eine Weltanschauung zu vermitteln, in der Geschichte, Kunst, Natur und Wissenschaft zu einer Einheit verschmolzen.

Ein wesentliches Element vieler Kunst- und Wunderkammern war es, die gesamte kosmisch-göttliche Ordnung der Welt und damit Anfang und Ende einer gottbestimmten Entwicklung zu zeigen.

Kunst- und Wunderkammern entstanden aber bald auch in Bereichen, in denen die Kirche nicht mehr Zentralinstanz war. In reformierten Ländern entstanden die ersten bürgerlichen Kunst- und Wunderkammern gleichzeitig mit den fürstlichen. Städte wie Kopenhagen, Nürnberg (wo der Nürnberger Bürgersohn, Spital- und Stadtarzt sowie Astronom Melchior Ayrer (1520-1579) sich unter anderem als Gründer eines von seinem Sohn Julius und seinem Enkel Hans Egidy weitergeführten Kunstkabinetts einen Namen gemacht hatte) und Basel wurden zu Zentren des Sammelns und des Handels mit Kunstobjekten.

Das 1651 im Collegium Romanum in Rom eingerichtete Museum Kircherianum war die vermutlich erste Kunst- und Wunderkammer, die zugleich zu Lehrzwecken diente. Häufig gaben Reiseführer des Barocks während der Blütezeit der Wunderkammern auch Empfehlungen zu den Sammlungen einer Stadt.

Die Sammler wendeten meist ein relativ flexibles Begriffssystem an (häufig mit der Einteilung von Sammlungsobjekten in Naturalia, Artificalia, Antiquitates, Exotica, Mirabilia und Scientifica), und sie bewiesen sich ihre klassifikatorischen Fähigkeiten mit den von ihnen selbst verfassten und manchmal auch gedruckten Katalogen.

Samuel Quiccheberg, der als Begründer der Museologie gilt, schuf ein System, das alle Sammlungsbereiche den sieben Wandelsternen des geozentrischen Weltbilds (Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn) zuordnete. Die Vorstellung eines vollkommenen Museumskomplexes beinhaltete zusätzlich Bibliothek, Druckerei, Apotheke, Laboratorium und Gärten. Als eigentliche Verdichtung der Ästhetik der Kunst- und Wunderkammern gelten die Kunstschränke, die zur Aufbewahrung von Sammlungsobjekten dienten. Versteckte Schubladen und symbolbeladene Verzierungen luden zum Sich-Wundern, also zur Suche und Deutung ein.
Preis CHF
1'600.-
PLZ
5712
Versand verfügbar
Ja
Zustand
Gebraucht

René

Aktiv seit 01.10.2015

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