Antikes Fernglas, Vorkriegsmodell.
Funktioniert, das Glas ist klar, die Scharfstellung funktioniert.
Mit sehr schöner Lederbox; original
Mit der fünfstelligen Seriennummer 97619 lässt sich Ihr Hensoldt Wetzlar Marine Dialyt 7x50 historisch hervorragend einordnen: Das Fernglas wurde Mitte bis Ende der 1930er-Jahre (ca. 19361938) in Wetzlar gefertigt.Bauzeit und geschichtliche EinordnungVor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fertigte Hensoldt zivile sowie behördliche Optiken unter fortlaufenden Seriennummern.
Eine fünfstellige Nummer im späten 90.000er-Bereich platziert das Glas genau in die Ära der späten 1930er-Jahre.
Zu dieser Zeit stand das Modell qualitativ auf seinem absoluten Höhepunkt: Die mechanische Fertigung aus schwerem Messing und Aluminium war exzellent, die Lichtstärke durch die Abbe-König-Dachkantprismen für damalige Verhältnisse unerreicht.
Die Linsen waren bei Modellen dieser spezifischen Nummerngruppe ab Werk meist noch unvergütet (ohne bläuliche Antireflexbeschichtung), da die sogenannte T-Vergütung (Carl Zeiss Patent) erst ab 1936 erfunden und zunächst streng militärisch geheim gehalten wurde.
Auswirkung auf den SammlerwertDa Ihr Glas exakt aus der Vorkriegszeit stammt und die offizielle Gravur Marine Dialyt trägt, ist es bei Sammlern deutlich begehrter als spätere Nachkriegsvarianten, die oft schlichter verarbeitet waren oder nur noch Dialyt hiessen.
In gutem Zustand (ohne Glaspilz im Inneren, mit flüssig laufender Scharfeinstellung) erzielt ein solches Vorkriegsmodell mit klarer historischer Zuordnung im Fachhandel Preise von 350 bis über 500 .