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Wer Rafik Schami kennt, weiß, mit welch liebevollem Blick er auf die Menschen in seiner Umgebung schaut. Nichts menschliches scheint ihm fremd zu sein. In diesem kleinen, feinen Büchlein läuft er zur Höchstform auf. Unterstützt von Mehrdad Zaeri, der die Geschichte mit eindringlichen, holzschnittartigen Bilder untermalt, erzählt der Erfolgsautor eine exzellente Weihnachtsgeschichte. Als Leser erfährt man in wenigen Worten vom Heimweh der jungen Mariam aus dem Westjordanland, wo ihr Mann eine kleine Werkstatt betreibt. Sie selbst studiert in Heidelberg und kann nur einmal im Jahr ihre Sehnsucht nach der Heimat durch einen Besuch stillen. Ihr Kind muss sie in der Fremde bekommen. Doch allein ist sie nicht, denn viele Menschen feiern die Geburt. Mir hat die Erzählung Tränen in die Augen getrieben. Hier zeigt sich so deutlich, was wirklich wichtig ist im Leben: nicht Planung und Kommerz, sondern Liebe, Vertrauen und ein bisschen Wunder.