Das Bild zeigt einen handgeschmiedeten, schwarzen Kerzenständer aus Schmiedeeisen mit einem gedrehten Schaft und einer grossen, kunstvoll verzierten Motivkerze.
Diese Kombination aus einem rustikalen, schmiedeeisernen Ständer und einer massiven Motivkerze (oft als Barock-, Relief- oder Zierkerze bezeichnet) war in den 1970er-Jahren ein extrem populärer Dekorationstrend im rustikalen Wohnstil.
Häufig wurden solche Sets als dekorative Prunkstücke für den Boden oder auf Anrichten platziert, wobei die kunstvollen Kerzen mit floralen oder barocken Ornamenten oft reine Zierde blieben und selten angezündet wurden.
Mit einer Gesamthöhe von 95 cm handelt es sich um einen stattlichen Bodenkerzenständer. Diese beachtliche Grösse unterstreicht den Charakter als repräsentatives Einrichtungsstück aus dieser Epoche.
Aufgrund der genauen Masse lässt sich das Set gut einordnen:
Der Ständer: Der geschmiedete Eisenständer dürfte eine reine Höhe von etwa 70 bis 75 cm aufweisen. Durch den kunstvollen Standfuss mit C-Bögen und die gedrehte Schaftmitte ist er schwer genug, um der wuchtigen Kerze die nötige Standsicherheit zu bieten.
Die Kerze: Bei dieser Art von Barock- oder Reliefkerzen liegt die Höhe meist bei 20 bis 25 cm bei einem stattlichen Durchmesser von 16 cm. Das Gewicht einer solchen massiven Wachskerze allein beträgt oft schon 3,5 bis 4 kg.
Ein Durchmesser von 16 cm bei einer Höhe von 25 cm ist für eine Wachskerze absolut monumental. Das verändert die Proportionen und den Wert des Ensembles erheblich.
Zum Vergleich: Standard-Stumpen-Kerzen haben meist einen Durchmesser von 7 bis 8 cm. Ihre Kerze ist doppelt so breit und hat das Volumen einer echten Prunk- oder Altarkerze. Ein massiver Wachszylinder mit diesen Massen wiegt schätzungsweise zwischen 4 und 5 Kilogramm.
Das hat direkte Auswirkungen auf die Einordnung:
Der Kerzenständer: Die reine Höhe des schmiedeeisernen Gestells liegt damit bei 70 cm (95 cm Gesamthöhe minus 25 cm Kerze). Dass der Teller diese enorme Breite von 16 cm stabil trägt und der grazile, gedrehte Schaft das massive Gewicht hält, zeigt die hervorragende Qualität und Standfestigkeit der damaligen Schmiedearbeit.
Seltenheit: Kerzen in dieser extremen XL-Ausführung mit filigranen Barock-Reliefs wurden in den 1980ern nur als absolute Premium-Objekte verkauft. Dass sie über 40 Jahre lang nicht angezündet und makellos geblieben ist, macht sie zu einem seltenen Sammlerstück.
Wertschätzung: In dieser aussergewöhnlich wuchtigen Dimension und dem gezeigten Erhaltungszustand liegt der Sammler- und Marktwert für das komplette Set im gehobenen Segment bei ca. 800 bis 1500 CHF, da allein eine neue Motivkerze in dieser Gewichtsklasse im Handel heute ein kleines Vermögen kosten würde.