Das Gemälde ist ein ausdrucksstarkes Sonnenblumen-Gemälde von dem Künstler Wilhelm Hermann (signiert unten rechts mit dem Monogramm WH). Das Werk lässt sich stilistisch in die 1960er bis 1970er Jahre einordnen. Es spiegelt Wilhelm Hermanns späten Malstil wider, in dem er florale Motive und Landschaften mit einer helleren, luftigeren Farbpalette als in seinen frühen Werken der 1920er Jahre umsetzte. Vom Stil her ist es dem Spätimpressionismus mit Fokus auf Lichtwirkung zuzuordnen: Die Sonnenblumen wachsen hier natürlich aus einem grünen Blätterbett im Vordergrund empor, statt als klassisches, abgeschnittenes Stillleben in einer Vase präsentiert zu werden. Sehr typisch für Wilhelm Hermann ist die Einbettung der Blumen in eine angedeutete Hügellandschaft (möglicherweise die schwäbische Region um Leonberg/Stuttgart) unter einem dynamischen, von weißen Wolken durchzogenen blau-türkisen Himmel. Der Künstler stellt die Sonnenblumen in verschiedenen Stadien dar von der noch geschlossenen Knospe oben rechts über voll erblühte, prachtvolle Köpfe in der Mitte bis hin zu einer leicht verwelkenden, nach unten hängenden Blüte auf der linken Seite. Obwohl Sonnenblumen von Natur aus warme Farben tragen, mischt Hermann sehr viele kühle Blau- und Türkistöne in die Blätter und den Himmel. Dadurch leuchten die gelb-orangenen Blütenköpfe besonders intensiv hervor. Das Werk zeigt die enorme Bandbreite der Künstlerfamilie Hermann bei der Interpretation desselben Naturmotivs. Das Bild ist in einem passenden, edlen Goldrahmen gefasst. Er hat die Abmessungen 62,5 cm x 81 cm, und der Zustand ist gut.
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