GUSTAVE CASTAN
(Genf 1823?1892 Crozant)
Meerlandschaft mit drei Muschelsammlern
Öl auf Leinwand
Unten links signiert: GUSTAVE CASTAN
Bildmass: 80 x 130 cm, Rahmenmass: 98 x 147.5 cm (der Rahmen wird kostenlos mitgegeben)
Doubliert
Provenienz:
Liechtensteiner Privatbesitz seit 1968
Schweizer Privatsammlung
Fantasitisches Gemälde im Grossformat in einem wertvollen Basler Knöll Rahmen.
Im Rahmen meiner Recherche bin ich auf zwei vergleichbare Gemälde mit identischer Grösse von Gustave Castan gestossen. Das Werk ?Meerlandschaft mit zwei Fischern? wurde im Jahr 2010 beim Auktionshaus Koller in Zürich für CHF 15'000 (inklusive Aufgeld) versteigert. Ein weiteres Gemälde, ?Villers sur Mer (Normandie)?, erzielte im Jahr 2004 beim Sotheby's in Zürich einen Verkaufspreis von CHF 30'680 (inklusive Aufgeld).
Zustand:
Sehr guter Zustand, restauriert, Maloberfläche gut erhalten, diverse Retuschen vorhanden, kräftige Farben, die Fotos sind Bestandteil der Beschreibung.
Genereller Hinweis: Antiquitäten weisen immer Alters-, Gebrauchs- und manchmal auch Restaurationsspuren auf. Gerne kann vorgängig eine Besichtigung gemacht werden. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.
Weitere Informationen zum Gemälde:
Das Gemälde zeigt eine dramatische Küstenszene ? wohl in der Bretagne oder Normandie - mit einer wilden, felsigen Landschaft. Im Vordergrund brechen sich die Wellen des türkisfarbenen Meeres an dunklen, schroffen Felsen, während der feuchte Sand des Strandes das Licht reflektiert. Die Szenerie wirkt stimmungsvoll und atmosphärisch, mit einer dichten, leicht bedrohlichen Wolkendecke, die das Himmelslicht nur gedämpft durchlässt.
Auf der linken Seite erhebt sich eine steile Klippe, deren dunkle Silhouette im Nebel zu verschwimmen scheint. Drei Muschelsammler ? zwei Frauen und ein Mann - sind am unteren linken Rand zu sehen ? die sich durch das unwegsame Gelände bewegen. Die Farbpalette ist geprägt von erdigen Tönen, dunklem Grün und Grau, die die raue Natur der Landschaft unterstreichen.
Die Komposition betont die Erhabenheit der Natur. Das Meer wirkt unruhig, die Wellen sind dynamisch dargestellt, und das Lichtspiel zwischen Himmel und Wasser erzeugt eine fast mystische Atmosphäre.
Über Gustave Castan:
Gustave (Eugène) Castan war ein einflussreicher Schweizer Landschaftsmaler. Castan studierte 1843 bis 1848 im Atelier von Alexandre Calame, begleitete ihn im Jahr 1844 nach Italien und im folgenden Jahr ins Berner Oberland.
Während seines Studiums befreundete er sich mit dem französischen Maler Eugène Castelnau und folgte ihm im Jahre 1849 nach Paris. Im Jahr 1850 besuchte er wieder Frankreich und traf dort den Maler Auguste Ravier. Im Jahre 1852 begegnete er Jean-Baptiste Camille Corot, der einen entscheidenden Einfluss auf ihn ausübte.
Im Jahr 1856 wurde er wegen des Neuenburgerhandels mobilisiert und malte aktuelle Szenen. Im Jahre 1857 besuchte er in Begleitung von Corot den Pariser Salon, danach bereiste er die Bretagne und die Normandie. Er teilte seine Zeit zwischen der Schweiz und Frankreich. In der Provinz von Berry besuchte er George Sand. Er entdeckte die Landschaften an der Creuse. Er wurde Mitbegründer der Malerschule von Crozant.
Im Jahre 1865 gehörte Castan zu den Gründern der Schweizerischen Gesellschaft von Malern und Bildhauern und wurde 1871 zum Vorsitzenden gewählt.