Sehr seltenes Oldtimer Kraftrad, EVANS 1920 USA
In Europa hat es keine EVANS die eingelöst ist, nur die Nachfolger der Firma STOCK.
Da ich nicht jünger werde verkaufe ich die EVANS.
Die EVANS stellt natürlich in einer Ausstellungshalle etwas Gewaltiges dar.
Jahrgang: 1920
ccm: 119
Rahmen Nr.: 1561
Motoren Nr.: 5217
Motor: 2 Takt
Kompression: gut
Beleuchtung: Karbid
Horn: mechanisches Signalhorn
Gewicht ca.: 40 kg
Ausweis: keiner
Vorgeführt: nein
Zollpapiere: Alles vorhanden
Zweiter Ersatzmotor ist vorhanden.
Die EVANS ist vor der Restaurierung noch gelaufen, danach nicht mehr da sie
im Wohnzimmer stand als Oldie - Schmuckstück.
Sehr vieles wurde restauriert: Tank innen versiegelt, neu lackiert, Teile vernickelt, u.s.w.
Excel Tabelle für die Kosten vom Kauf bis jetzt. Ganze Historie ist vorhanden.
Nur ernstgemeinte Anfragen / Interessenten
Dazu Kleider wie 1920 NEU, Hose 54, Hemd XL, Schuhe 42-43
Preise CHF 8.000.--
Lebenslauf der Evans:
Die Cyclemotor Corporation: 1916 begann die CM mit der Herstellung eines Zweitakt-Einbaumotors. Zwei Jahre später brachte man ein Leichtmotorrad (Kraftrad) mit diesem Aggregat auf den Markt. Eigentlich war es ein Kraftrad, das sagt schon die Beschriftung Motorcycle. Der 119 ccm Motor leistete 1,5 PS. Der Antrieb Erfolgte unter Zwischenschaltung eines Vorgeleges über einen Keilriemen oder Lederriemen auf das Hinterrad. Dieser Riemen fungierte als «Kupplung», indem er bei niedriger Drehzahl etwas Schlupf zuliess. Damit konnte der Motor im günstigen Drehzahlbereich arbeiten und sich als guter "Bergsteiger" präsentieren.
Technisches Entwicklungsstadium: Die Technik war noch vom Fahr- radbau inspiriert. Motoren wurden oft nachträglich in robuste Fahrrad- rahmen eingebaut. Getriebe und Kupplungen waren schlichtweg noch nicht Standard oder technisch ausgereift genug, um in die kleinen, leichten Motoren integriert zu werden.
Zubehör: Der Motor, Tank und das Luxuszubehör wie Acetylen- oder Karbidlampen wurden einzeln gekauft und zusammengebaut. So kaufte man ein Fahrrad, baute alles zusammen und das ergab dann ein Kraftrad und kein Motorrad. Das Nummernschild kostete dann einige Dollars weniger.
Wartungsarmut & Gewicht: Kupplungen und Getriebe waren damals fehleranfällig. Der Verzicht darauf sparte Gewicht und reduzierte die Wartung.
Geringe Leistungsanforderungen: Die Motoren hatten wenig Leistung und das Tempo war gering. Beispiel: Eine 225-ccm-Ur-Indian erreichte nur ca. 40 km/h. Bei diesem Tempo war die Notwendigkeit, Übersetzungen zu ändern, geringer als bei modernen Maschinen.
Anfahren durch Mitlaufen: Zum Anfahren wurde das Motorrad meist angetreten oder angeschoben, ähnlich wie bei einem Moped.
Das Ende von Evans: Die Gründe für das Ende der Produktion im Jahre 1924 liegen in der nicht vorgenommenen Weiterentwicklung der Konstruktion, Evans ging in Konkurs. 1925 kaufte die Firma STOCK in Deutschland die Lizenz und produzierte die modifizierte Evans noch etwas länger. Damaliger Name der Evans war "Stöckchen".