Zu verkaufen für den Fotoenthusiasten/in eine schöne und gut funktionierende Nikon F-301, Zustand gut, Licht-Dichtungen erneuert, ab Reinigung und Funtionskontrolle, Sucher klar und ohne Staub, wenige Gebrauchsspuren der Zeit gemäss orig. Bilder.
Dabei ein neuer Frontdeckel, neuer Vintage Tragriemen, ohne Batterien.
Der Verkaufspreis beinhaltet den Service, Arbeitsstunden, Aufwand und Neuteile und daher ist der Preis höher als Standard-Ware!
Dazu habe ich auch Objektive, gerne gebe ich Auskunft.
Versand ab Fr.9.50.- oder kommen Sie doch vorbei, freue mich, Barzahlung erwünscht.
Text bitte lesen, warum dieses manuelle analoge Modell F-301 so gut ist und ein Schattendasein fristet. (Norbert Michalkes von Nikon-Classics):
Als die Nikon F301 im Jahre 1985 erstmals präsentiert wurde stand die Berliner Mauer noch felsenfest und der Zeitreiseklassiker, "Zurück in die Zukunft" kam grade ins Kino. Die neue Nikon hatte zwar keinen Fluxkompensator, aber dafür erstmals einen eingebauten Motor für den Filmtransport. Sie löste das Amateurmodell Nikon FG ab und war der Anfang einer neuen Generation von einfach zu bedienenden Kameras für Hobbyfotografen. Trotzdem bot sie ein erstaunliches Paket an Ausstattung, und so ist nicht ganz zu verstehen, warum diese Kamera auf dem Gebrauchtmarkt momentan ein Schattendasein führt.
Und das, wo sie einen deutlichen Vorteil gegenüber den beliebten Modellen FE-2 und FM2n hat. Doch dazu später mehr.
Wer sich mit dem 80er-Jahre-Design anfreundet, bekommt eine solide Kamera, die dem Fotograf viel Arbeit abnimmt, ohne das er (oder sie) die Kontrolle verliert. Angefangen bei der automatischen Filmeinfädelung über die selbsttätige Filmempfindlichkeitseinstellung bis hin zum motorischen Filmtransport und natürlich verschiedener Belichtungsprogramme. Trotzdem ist eine manuelle Belichtungseinstellung problemlos möglich. Und zwar nicht über die damals aufkommenden kleinen Tasten über winzige LCD-Menüs, sondern noch ganz klassisch mit einem übersichtlichen Einstellrad neben dem Auslöser. Rechts im Sucher wird dann sowohl die eingestellte als auch (blinkend) die gemessene Belichtungszeit angezeigt. Die Zeitautomatik mit Blendenvorwahl nimmt bei voller Kontrolle über die Schärfentiefe dem Fotografen die Zeiteinstellung ab. Wer es ganz bequem haben will, verwendet die Programmautomatik und überlässt der Kamera die Einstellung von Zeit und Blende. Die neue Kurzzeit-Automatik (Programmatomatik PHI)
bevorzugt dabei schnelle Zeiten, ideal für Schnappschüsse oder lange Brennweiten. Sogar eine Akustische Signalanzeige ist an Bord, die bei Bedarf falsche Belichtung, Verwacklungsgefahr oder das Filmende signalisiert.
Die Stromversorgung erfolgt über vier AAA-Mikrozellen, die im Boden untergebracht sind. Der separat erhältliche Batteriehalter MB-3 lässt alternativ auch die Verwendung von Mignon-Batterien oder -Akkus zu.
Mit der F-301 können alle manuellen AI- oder AIS-Nikkore verwendet werden. Wobei AI oder AIS keinen Unterschied macht, denn die Programmautomatik korrigiert gegebenenfalls die lichtlineare Blendenmechanik der AI-Objektive. Auch AF-Objektive mit Blendenring lassen sich verwenden, natürlich dann mit manueller Scharfeinstellung. Die alten non-AI-Nikkore sind aber nicht sinnvoll verwendbar.
Nun zum grössten Pluspunkt, die der F-301 einen deutlichen Vorsprung gegenüber der FE-2, FA oder FM2n bringt: durch die neuentwickelte Brite View-Einstellscheibe ist das Sucherbild besonders hell und klar. Die Schnittbild-Einstellhilfe dunkelt nicht wie bisher bei Blende 4-5,6 ab, sondern lässt weiterhin präzises Scharfeinstellen zu. Ein deutlicher Vorteil, grade bei lichtschwachen Teleobjektiven. Möglich wurde das durch eine spezielle Strukturierung der Oberfläche der Schnittbildkeile.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Nikon F-301 eine Schläfer-Kamera ist, die vermutlich in Zukunft wegen des kultigen 1980er-Designs und der vielfältigen technischen Features erst noch so richtig entdeckt werden wird.