Titel: Für die Musen: Neun kulturkritische Essays
von von Heide Göttner-Abendroth (Autorin)
8. Auflage, 1996
Herausgeber: Zweitausendeins
Zustand: wie neu, keine Gebrauchsspuren, Taschenbuch
Sprache : Deutsch
Taschenbuch : 216 Seiten
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"Wenn heute jemand behauptet, ein Matriarchat habe es nie gegeben, so beruht diese Aussage schlicht auf mangelnder Sachkenntnis." Das sagt Heide Göttner-Abendroth, Deutschlands bekannteste und avancierteste Matriarchatsforscherin. Aber auch das, was z.B. bei Bachofen über Matriarchate zu lesen ist, ?ist häufig von Ideologie verkleisterte, durch eine Männerbrille betrachtete Forschung gewesen?.
In diesem Buch gibt die Autorin einen Überblick über die verblüffenden Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit. Es gab eine matriarchale Kulturepoche, die mindestens 6.000 Jahre dauerte. Es war eine Gesellschaftsform, die der heutigen weit überlegen ist. Sie hatte ein höchstes Niveau an sozialer Ausgewogenheit, Lebens- und Liebeskultur und an geistiger Kultur, einschließlich wissenschaftlicher und technischer Kenntnisse.
Es geht um eine Kulturepoche, die aus unserem heutigen Bewusstsein verdrängt worden ist, deren Inhalte ausgelöscht, deren Begriffe patriarchalisiert und von späteren Nachfolgekulturen und -religionen vereinnahmt worden sind. Wir lesen, warum matriarchale Schwesterlichkeit gut wäre auch gegen die Verwilderung der Männer in der Gegenwart, warum matriarchales Denken und Handeln ein Segen für die Krisen unserer Zeit sein könnte.
Heide Göttner-Abendroth erklärt, was matriarchale Praxis in einer männerbeherrschten Gesellschaft heute bedeuten kann.