Albert Lugardon, Hirte mit Kühen auf der Alp
Albert Lugardon
(Rom 1827?1909 Genf)
Hirte mit Kühen auf der Alp
Öl auf Leinwand
Bildmass: 59 x 85 cm
Unleserlich signiert unten links
Gerahmt, Rahmenmass: 83.5 x 110 cm
Provenienz:
- Dobiaschofsky Auktionen AG, Bern, 03.05.2024, Los 17 (verso Etikett), Abbildung auf Seite 14 des Katalogs
- Schweizer Privatbesitz
Zum Zeitpunkt der unter Provenienz genannten Auktion war die Leinwand noch unrestauriert. Inzwischen wurde sie von einer Fachperson professionell restauriert. Damals lag der Schätzpreis des Gemäldes bei CHF 4'500, was einem Kaufpreis von rund CHF 5'700 inklusive Aufgeld und MWST entspricht.
Zustand:
Dieses schöne und grossformatige Ölbild ist im ordentlichen Zustand mit minimalen Spuren der Zeit, der antike gebräunte / bronzierte Ornamentrahmen hat altersbedingte Gebrauchsspuren (mit Bestossungen, Risschen, Fehlteilen, Abpatzer und Fehlstellen), die Fotos sind Bestandteil der Beschreibung.
Im Jahr 2025 wurden folgende restauratorische und konservatorische Arbeiten fachgerecht ausgeführt: Ausrahmung, Entstaubung, vollständige Oberflächenreinigung, Behebung kleiner Deformationen, Schliessung kleiner Löcher, Kittungen und Retuschen, Nachspannung des Gewebes mit Sicherung der Keile, Korrektur früherer Retuschen sowie eine konservatorische Einrahmung mit Rückseitenschutz und Aufhängevorrichtung. Über die Arbeiten liegt eine Rechnung in Höhe von CHF 1'450 vor.
Genereller Hinweis: Antiquitäten weisen immer Alters-, Gebrauchs- und manchmal auch Restaurationsspuren auf. Gerne kann vorgängig eine Besichtigung gemacht werden. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.
Über Albert Lugardon:
Albert Lugardon ist ein Schweizer Maler, geboren 1827 in Rom und gestorben 1909 in Genf. Maler von Kühen, Pferden und den malerischen Schweizer Alpen und Bergseen, Sohn des grossen Genfer Historienmalers Jean-Léonard Lugardon, Albert Lugardon war ein Schüler von Calame, bevor er seinen fortsetzte Ausbildung bei Ary Scheffer in Paris. Er widmete sich hauptsächlich der Darstellung des Hochgebirges im Wallis und im Berner Oberland. Sein Werk wird allgemein mit der veristischen Bewegung in Verbindung gebracht, diesem höchsten Grad an Realismus, der in der Landschaftsmalerei in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts darauf abzielte, die Reinheit der Natur hervorzuheben. Ab 1860 nahm Lugardon regemässig an den Genfer Ausstellungen und den Weltausstellungen (1867, 1878, 1889) teil und war mit seinen Bildern hochalpiner Landschaften sehr erfolgreich. 1855 gewann er den Kunstpreis der Société des Arts in Genf und 1881 eine Medaille der Fotografischen Gesellschaft London für seine fotografischen Studien zu menschlichen und tierischen Bewegungsabläufen. Zudem war er Mitglied des Schweizer Alpenclubs sowie der Genfer Kunstkommission.
Gemäldebeschrieb:
Das Gemälde zeigt eine idyllische Alpweidelandschaft in den Bergen. Im Vordergrund befinden sich drei Kühe: eine liegt im Gras, eine zweite grast, und eine dritte, gescheckte Kuh steht nahe am Abgrund, sodass die Tiefe des Tals eindrucksvoll zur Geltung kommt. Ein Hirte in traditioneller Kleidung mit breitkrempigem Hut steht etwas erhöht im Hintergrund und beobachtet die Tiere. Die Szene ist in warmes Abend- oder Morgenlicht getaucht, wodurch Felsen, Gras und Wolken in sanften Gold- und Rosatönen leuchten. Im Hintergrund erstrecken sich weite, blauviolett schimmernde Bergketten, die dem Bild Tiefe und Weite verleihen.